Protokollant: Michael Menke
An der Versammlung nahmen 16 LektorInnen (Mitglieder) der LVK, zwei LektorenInnen (Nichtmitglieder), sowie Herr Rainer Müller von der Deutschen Botschaft in Seoul teil. Die Versammlung leitete Michael Menke.
Die Tagespunkte waren:
1. Hochschulreform in Korea (Hakbuchae) und die Folgen
2. Rentenabkommen/Rentenversicherung für Lektoren
3. Sinn und Ziele der LVK
4. Finanzbericht
5. Verschiedenes
6. Wahl des Vorstands
Zu 1) Die Hochschulrefom, die im kommenden Jahr Pflicht für alle Unis wird, bewirkt weitgreifende Veränderungen, besonders für die zweiten Fremdsprachen wie Deutsch oder Französisch. An einigen Universitäten, die diese Reform bereits jetzt durchgeführt haben, wurden deutsche Abteilungen quasi aufgelöst und mit anderen europäischen Fremdsprachen in "Europaabteilungen" umgewandelt. Von vielen dieser Abteilungen hört man, daß sich kaum noch Studenten für deutsche Seminare und Vorlesungen einschreiben. Einerseits sei es positiv, daß der Trend durch diese Reform hin zu weniger, aber vielleicht besseren Studenten gehe, andererseits wisse man aber nicht, ob wirklich eine durchgreifende qualitative Veränderung zu erwarten sei, da die Philologie und Geisteswissenschaften (nicht nur in Korea) zu den konservativen Fachbereichen zählten. Man müsse die Auswirkungen im nächsten Jahr abwarten und dann noch einmal darüber sprechen.
Zu 2) Noch immer herrscht Unsicherheit über das Rentensystem in Korea, wann und ob z.B. eine Rente ausgezahlt wird, ob die Rente das System des "severence pay" ersetzt oder ergänzt u.s.w. Herr Müller von der Deutschen Botschaft berichtet über das Sozialabkommen zwischen Korea und Deutschland, zu dem im Mai nächsten Jahres weitere Verhandlungen geführt werden. Bislang sieht es so aus, daß ab einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren in Korea die hier eingezahlten Rentenbeiträge voll rückerstattet werden und ggf. auch die Zeit in Deutschland angerechnet wird. Weitere Details sollen im Mai 1999 folgen.
Zu 3) Michael Menke appellierte noch einmal an die anwesenden LektorInnen, sich aktiver bei der LVK zu beteiligen. Es sei nicht möglich, daß alle Arbeit nur vom Vorstand erledigt werde, dies widerspreche auch der Bezeichnung "Vereinigung". Außerdem müßten in dieser Vollversammlung einige neue Vorstandsmitglieder gesucht werden, da sonst die Arbeit der LVK nicht weitergehen würden. Herr Müller betonte, wie wichtig es sei, daß es einen Ansprechpartner sowohl für die Botschaft, aber auch für andere (koreanische) Institutionen und Vereine gäbe. Für die Mitarbeit am nächsten Rundbrief konnten vier Lektoren gewonnen werden, die nicht zum Vorstand gehören (Regine Choi, Christina Youn-Arnoldi, Marcus Stein, Frank Grünert).
Zu 4) Michael Menke legte den Finanzbericht für das letzte halbe Jahr vor und wurde als Schatzmeister von den Anwesenden entlastet:
Stand beim letzten Bericht: 1.186.821 Won
Einnahmen: Ausgaben:
Mitgliedsbeiträge: 230.000 Won Rundbriefe (7, Versand, 185.000 Won 8, Druck und
Versand): 558.350 Won
Spenden: 20.000 Won Material (Tinte, Papier, ...) 42.000 Won
Anzeigen: 420.000 Won
Zinsen: 18.095 Won Post, Briefmarken, Tel., Fax : 26.400 Won
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688.095 Won : 811.750 Won
ergibt ein Minus von: 123.655 Won;
1.186.821 Won (Haben-Stand beim letzten Bericht)
- 123.655 Won
= 1.063.166 Won (aktueller Kontostand)
(zwei Rechnungen für Anzeigen aus RB 7, sowie alle Anzeigen aus RB 8 kommen noch dazu!)
Zu 5) Erik Jungk berichtete von übergriffen auf ausländische Lehrer, die in den koreanischen Medien verschwiegen würden. Er befragte dazu die anwesenden LektorInnen, ob sie solcherlei aus ihrem Bekanntenkreis gehört hätten. Anti-Amerikanismus und unfaire Behandlung von Gastarbeitern aus Südostasien sei zu beobachten, es war jedoch die vorherrschende Meinung, daß man als Westeuropäer in Korea relativ sicher sei.
Ralf Deutsch beschwerte sich bei Herrn Müller, daß Studenten, die einen Antrag auf ein Visum in der Deutschen Botschaft stellten, oft sehr unhöflich von den dortigen koreanischen Mitarbeitern behandelt würden. Andere Lektoren bestätigten das. Eine ebensolche rüde Behandlung von StudenInnen sei, trotz mehrfachen Vorsprechens beim Goethe-Institut, in der dortigen Bibliothek der Fall. Herr Müller versprach, sich für seine Einrichtung um die Vorgänge zu kümmern.
Zu 6) Anke Stahl (zurück nach Deutschland), Ralf Deutsch und Armin Kohz (beide auf eigenen Wunsch) vom alten Vorstand konnten nicht mehr zur Wahl aufgestellt werden. Für den neuen Vorstand wurden vorgeschlagen und jeweils mit 16 ja-Stimmen (keine Gegenstimmen) gewählt:
Michael Menke, Thomas Schwarz und Mattheus Wollert (in Abwesenheit).
Michael Menke bedankte sich bei den aktiven Mitgliedern für die Mitarbeit an Rundbrief, Homepage und Seminar und schloß die Versammlung.
Für den Vorstand der LVK
Michael Menke