
Kronprinz So Hie Yon (oder Sohyun), nachweislich der erste Koreaner, der Kontakt zu einem Deutschen hatte, hielt sich 1644 am Hof in Peking auf. Dort hatte er enge Beziehungen zum deutschen Jesuiten Adam Schall von Bell, der ihn in Astronomie und Mathematik unterrichtete und mit ihm auch theologische Fragen diskutierte. Zurückgekommen nach Korea wurde er kurz danach tot aufgefunden, Gerüchten zufolge vergiftet, vielleicht, weil seine neue Weltsicht das konfuzianistische Weltbild am koreanischen Hof gefährdete. Ob er bei Schall von Bell vielleicht sogar ein paar Worte Deutsch gelernt hat, wissen wir leider nicht.

AN Ho-Sang
studierte Ende der 20er Jahre Philosophie in Deutschland und wurde 1948 erster Erziehungsminister der Republik Korea. 1956 gründete er die Koreanisch-Deutsche Gesellschaft.

AHN Byung-Young
ehemaliger Präsident der Yonsei-Universität, 1995-97 und 2003 Erziehungsminister, studierte in Wien Politikwissenschaft.

Stephan (Sou-Hwan) KIM
geb. 1922, ist emeritierter Erzbischof von Seoul und Kardinal der katholischen Kirche in Korea. Er studierte 1956-65 in Münster Theologie und Sozialwissenschaften.

PAIK Nam-Joon
Pionier der Videokunst. Er war ursprünglich Musikkomponist und studierte bei Karlheinz Stockhausen in Köln. Erst später, als Mitglied der Fluxus-Bewegung, wurde er bildender Künstler. Nam June Paik war von 1979 bis 1996 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, lebte aber hauptsächlich in New York. Paik verstarb am 29. Januar 2006 im Alter von 73 Jahren in Miami, Florida.

Dieser Herr namens Kim Jong-Il, Häuptling der Nordkoreaner und hauptberuflich Sohn seines verstorbenen, aber immer noch regierenden Vaters, soll Gerüchten einer großen Frankfurter Zeitung zufolge in den 50er Jahren eine Militärakademie in der DDR besucht haben. Ob er dort auch das zackige „links zwo drrrei ...“ lernte?

YUN I-Sang
1917 in der Nähe der südöstlichen Hafenstadt Tongyông geboren, studierte er 1956-59 in Paris und Berlin Komposition. Wegen des Vorwurfs von Kontakten mit Nordkorea wurde Yun 1967 vom südkoreanischen Geheimdienst aus Berlin nach Seoul entführt, dort gefoltert und des Landesverrates angeklagt und zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Nach internationalen Protesten kam er 1969 frei. 1971 wurde er deutscher Staatsbürger und lebte in Berlin, wo er seit 1974 als Professor für Komposition an der Hochschule der Künste tätig war. Er starb 1995. Seine Werke werden sowohl in Nord- wie in Südkorea geschätzt.

CHA Bum-kun
ist ein ehemaliger südkoreanischer Fußball-Nationalspieler. Cha spielte in der Bundesliga für SV Darmstadt 98 (1978-79), Eintracht Frankfurt (1979-1983) und Bayer Leverkusen (1983-1989). Im Anschluss an seine aktive Karriere erwarb er die Trainerlizenz an der Kölner Sporthochschule und war nach seiner Rückkehr nach Südkorea als TV-Kommentator, Gründer einer Fußballschule und Trainer des Nationalteams tätig. Seit Anfang 2004 ist er Trainer der Suwon Samsung Bluewings.

CHA Du-ri
wurde als Sohn des damaligen Bundesligaprofis Cha Bum-Kun in Frankfurt am Main geboren. Er verlebte seine Kindheit bis zum Alter von 9 Jahren in Deutschland, wo er in Frankfurt und später in Leverkusen aufwuchs und auch mit dem Fußballspielen begann. Nach Cha Bum-Kuns Karriereende kehrte die Familie Cha 1989 nach Korea zurück. 2006 wechselte Cha zum 1. FSV Mainz 05.

Dr. KWON Young-Min
ehemaliger koreanischer Botschafter in Deutschland, studierte Germanistik beim ersten DAAD-Lektor in Korea (SNU) Georg Neumann zwischen 1963 und 1965

HUH Young-Sup
Präsident der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft. Studierte seit 1964 in Aachen Metallurgie, stieg dann aber in Korea in die Pharma-Industrie ein. Ehrensenator der RWTH Aachen.

Ryu Si-Min, ehemaliger koreanischer Gesundheitsminister, studierte in Mainz.
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