Michael Menke

Interview mit An Jung-Hee, Pianistin und Klavierlehrerin


An, Jung-Hee

Wo haben Sie Deutsch gelernt?

Als ich in Deutschland war. Das meiste habe ich aber durch Kontakt mit Menschen gelernt, weniger durch Sprachkurse.

Warum haben Sie Deutsch gelernt oder studiert?

Ich wollte in Deutschland Klavier studieren.

Sprechen Sie auch andere Fremdsprachen?

Ich spreche auch Englisch.

Ist Deutsch in Ihrem Beruf oder für Ihr Leben jetzt wichtig? Warum?

Erstmal war Deutsch wichtig für mein Studium. Da sind zwar die Anforderungen für die Sprache nicht so hoch, wie in anderen Fächern, aber man muss sich schon verständigen können. Auch heute habe ich noch viel mit Deutschland zu tun, ich reise oft dorthin, treffe Musiker oder Musikprofessoren, und auch einige meiner Schüler oder Studenten wollen nach Deutschland zum Studieren.

Würden Sie anderen Koreanern auch empfehlen, Deutsch oder andere Fremdsprachen (neben Englisch) zu lernen?

Auf jeden Fall. Besonders Deutschland (und Österreich) ist für Musik sehr wichtig. Und es gibt sehr viel musikwissenschaftliche Fachliteratur auf Deutsch.

Welche Vor- und Nachteile hatte Ihr Deutsch-Unterricht?

Wie gesagt, ich hatte eigentlich kaum richtigen Unterricht, das war „Learning by doing“. Heute kann ich zum Beispiel sehr viele Fachtexte auf Deutsch lesen.

Wenn Sie noch einmal jung wären, würden Sie wieder Deutsch lernen, oder würden Sie etwas anderes machen?

Ich würde gern wieder Deutsch lernen.


Copyright © 2006 by Michael Menke


DaF-Szene Korea Nr. 24

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