Andrea König

Deutschsprachige Institutionen in Korea


Es sei eine Hypothese gewagt: Es gibt in Südkorea mehr Leute, die hier ihr Brot bzw. ihren Reis verdienen, als Touristen aus deutschen Landen. Hat es einen erstmal für länger in die Republik Korea verschlagen, möchte man - wenn das eigene Arbeitsumfeld nicht mehr genügend "Material" hergibt - vielleicht Kontakt zu anderen hier weilenden Deutschen herstellen. Sei es, weil man zeitweilig des Koreanischen oder des allgegenwärtigen Englischen oder erst recht der Mischmaschsprache Konglisch um einen herum ein bisschen müde ist, der Kulturschock überwunden sein will, dem Heimweh begegnet werden soll, fachlicher Rat gesucht wird oder man einfach nur neue Leute kennen lernen möchte, die Deutsch sprechen.

Es wäre müßig, die in Korea ansässigen deutschsprachigen Institutionen an dieser Stelle einzeln und im Detail vorzustellen, da sich alle an recht schnell zu findenden Stellen selbst ausführlich präsentieren.

Eine gute Ansurfstelle ist dabei die Linkliste der Deutschen Botschaft:

www.gembassy.or.kr/de/informationen/imnetz/deutschkorea.html

[Anm. Webmaster: Link nicht mehr aktuell! Deutsche Botschaft Seoul wie folgt: http://www.seoul.diplo.de/Vertretung/seoul/de/Startseite.html]

Nur ändere ich aus leicht nachvollziehbaren Gründen die dortige Auflistung insofern, als ich die Lektorenvereinigung an erster Stelle nennen möchte. Für jeden Neuankömmling aus der DaF-Branche d i e Anlaufstelle schlechthin.

www.lvk-info.org

Und an zweiter Stelle gleich das Goethe-Institut Seoul. Es ist vor Ort nicht ganz leicht zu finden, weil man mit dem Bus vorfahren muss, z.B. von der Itaewon-Seite her mit dem grünen 0014er und dem blauen 402er. (Das mit dem Busfahren wird im Heft an anderer Stelle behandelt.)

Die Öffnungszeiten der öffentlichen Bibliothek sind allerdings nicht so prall (Mo-Fr nur  13:00 bis 18:00); aber zumindest die Fachbibliothek für Deutschlehrer beim Referat Pädagogische Verbindungsarbeit ist zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Instituts (ab 9:00 Uhr) zugänglich: http://www.goethe.de/os/seo

Andere deutschsprachige Institutionen in Korea:

Deutsche Schule Seoul: http://www.dsseoul.org
Deutscher Club Seoul: http://www.deutscherclubseoul.com
Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer: www.kgcci.com
Friedrich-Ebert-Stiftung: www.fes.or.kr
Friedrich-Naumann-Stiftung: http://www.fnfkorea.org
Hanns-Seidel-Stiftung: http://www.hss.or.kr
Konrad-Adenauer-Stiftung: http://www.kaskorea.org
Evangelische Gemeinde deutscher Sprache: http://www.egds.org
Deutschsprachige katholische Gemeinde: http://www.dekathge.org
Koreanische Gesellschaft für Germanistik (KGG): http://kgg.german.or.kr

Das KBS Radio Korea hat auch einen deutschen Dienst:

http://rki.kbs.co.kr/german oder http://world.kbs.co.kr/german

Die Website des DAAD in Seoul ist für Deutschsprachige nicht so ergiebig. Besser sollte man über die DAAD-Homepage gehen und sich nach Korea durchklicken. Da gibt es interessante Links zu Korea: http://www.daad.de

Nicht zu vergessen sind dann natürlich die ca. 70 germanistischen Abteilungen an Universitäten. Die wiederum macht man am besten über die Deutschlektoren ausfindig - und hier beißt sich die Katze in den Schwanz: www.lvk-info.org

Jedenfalls muss man in Korea nicht völlig auf Deutsch, Deutsche und Deutsches verzichten. Ein Tipp zum Schluss: nicht alles, wo Hofbräu oder Brauhaus drübersteht, gibt Deutsches her. Aber im O’Kims Bräuhaus im COEX-Ausstellungszentrum in der Nähe der U-Bahnstation Samseong (Linie 2) braut zur Zeit ein freundlicher Salzburger Braumeister ein leckeres Bier und spricht herrlich Dialekt.


Copyright © 2005 by Andrea König


DaF-Szene Korea Nr. 21

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