16. LiBeraturpeis für: Oh Jung-Hee "Vögel" (새)
übersetzt von Edeltrud Kim und Kim, Sun-Hi,
erschienen 2002 im Pendragon Verlag Bielefeld
übersetzung und Drucklegung wurden von der
Daesan-Kulturstiftung Seoul gefördert.
Die Preisverleihung fand am Sonntag, dem 5. 10. 2003 um 16.00 Uhr in der Christuskirche in Frankfurt am Main statt, die Laudatio hielt Dr. Thomas Hocke von der Kulturabteilung des ZDF.
Autorenlesung im Frankfurter Literaturhaus am Dienstag, dem 7. 10. 2003 um 20.00 Uhr.
Wahrscheinlich ist dieser besondere Literaturpreis nicht bekannt. Er wird von der "Initiative LiBeraturpreis im ökumenischen Zentrum Christuskirche e.V.", deren Vorsitzende Ingeborg Kaestner ist, vergeben. Der Preis ist durch die Initiative von Frau Kaestner aus dem Engagement kirchlicher Gruppen in Frankfurt für die Dritte Welt hervorgegangen und soll dabei helfen, die deutsche öffentlichkeit über das Medium Literatur mit den Regionen der Dritten Welt und ihren Kulturen bekannt zu machen. Außerdem will die Initiative LiBeraturpreis der Leseförderung dienen.
Der Name des Preises spielt absichtsvoll mit der doppelten Bedeutung des lateinischen Wortes liber - Buch oder frei und ist als Kombination von Literatur und Befreiung zu verstehen.
Mit dem Preis werden nur Autorinnen aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika ausgezeichnet, und zwar für einen Roman, der im Vorjahr zum ersten Mal in deutscher übersetzung erschienen ist. Die Beschränkung auf Autorinnen wird damit begründet, dass es Autorinnen in der Dritten Welt besonders schwer haben, Beachtung zu finden. Eine Autorin kann diesen Preis aber nur einmal erhalten.
Der Preis wird im Grunde von Leserinnen und Lesern vergeben. Während der Buchmesse sammeln Mitglieder der "Initiative LiBeraturpreis" Informationen über neue übersetzungen von Romanen von Autorinnen der Dritten Welt, nach der Messe wird dann eine Liste der gefundenen Titel auf der homepage der Initiative veröffentlicht. Die Mitglieder und Freunde der Initiative und jeder Interessierte kann nach der Lektüre Bücher aus dieser Liste, die ihm oder ihr besonders geeignet erscheinen, zur Preisverleihung vorschlagen. Im Sommer wird aus diesen Vorschlägen vom Vorstand eine Short List zusammengestellt. Aus dieser Liste wählt dann eine professionelle Jury, der Kritiker, übersetzer, Verleger, Buchhändler und Wissenschaftler angehören, die Preisträgerin aus.
Die Preisverleihung findet immer am Sonntag vor Beginn der Frankfurter Buchmesse statt, und am Vorabend der Eröffnung gibt es dann im Frankfurter Literaturhaus eine Lesung aus dem ausgezeichneten Werk. Von der Autorin wird auch erwartet, dass sie auf der Buchmesse am Stand ihres Verlags und am Stand der "Initiative" erscheint und zu Gesprächen und zum Signieren ihrer Bücher bereit ist.
Das Preisgeld beträgt nur 500 Euro, für wichtiger hält man die persönliche Begegnung mit der Autorin, daher wird sie für eine Woche nach Frankfurt eingeladen und hat so Gelegenheit, ihre deutschen LeserInnen zu treffen und auf der Messe Kontakte aller Art zu knüpfen. Die Reise- und Aufenthaltskosten und das Preisgeld werden aus den Mitgliedsbeiträgen und aus Spenden finanziert. Alles, was an Arbeit und Organisation mit der Preisverleihung und der Einladung der Autorin verbunden ist, wird ehrenamtlich geleistet.
Die "Initiative LiBeraturpreis" würdigt ausdrücklich auch die Arbeit der ÜbersetzerInnen, auf die sie ja angewiesen ist. So werden sie immer zur Preisverleihung und Lesung eingeladen, allerdings reichen die finanziellen Mittel der "Initiative" nicht aus, um ihnen auch die Reise und den Aufenthalt finanzieren zu können, doch das kostenlose Wohnen im gastfreundlichen Haus von Ingeborg Kaestner, der Initiatorin des Preises, wird ihnen angeboten.
Dankenswerterweise hat die Daesan-Kulturstiftung die Flugkosten und die in Frankfurt noch anfallenden Kosten für die beiden Übersetzerinnen übernommen, so dass sie die Autorin begleiten konnten, außerdem hat die Daesan-Stiftung ihren Mitarbeiter Ahn Young Guk mit auf die Reise geschickt, der dort auch Erfahrungen für den Auftritt Koreas als Gastland der Buchmesse 2005 sammeln sollte.
Genaue Informationen zur Initiative und zum Preis sowie zu den Auswahlkriterien und Angaben zu den zuvor ausgezeichneten Werken und Autorinnen findet man auf der homepage der Initiative ebenso wie die neueste Liste: http://www.LiBeraturpreis.org
Jeder, der sich für die Arbeit der Initiative interessiert und diese unterstützen möchte, kann Mitglied werden, aber auch Nichtmitglieder können sich an der Auswahl der preiswürdigen Bücher beteiligen. Wäre die Mitarbeit in dieser "Initiative" nicht auch eine lohnende Aufgabe für DaF-LektorInnen in Asien?
An dieser Stelle sei hier nun allen Mitgliedern der Initiative, die sich so liebenswürdig um die Organisation und um die Betreuung der Autorin und der Übersetzerinnen gekümmert und ihre Dienste als Stadtführer und Fahrer angeboten haben, herzlich gedankt. Ein besonderer Dank gebührt natürlich Frau Ingeborg Kaestner und ihrem unermüdlichen Helfer, Herrn Claus-Ludwig Dieter.
1. Die Begründung für die Preisverleihung
In der offiziellen Begründung für die Preisverleihung wird nach der Vorstellung der Autorin zunächst einmal festgestellt, dass es sich bei Vögel um einen "äußerst gelungenen Roman" handele. In ihm erzählt die Autorin, das sei eingefügt, die Geschichte von Uumi, einem 10-12 jährigen Mädchen, und ihrem jüngeren Bruder Uuil. Die Mutter der Kinder hat den Vater verlassen, weil sie von ihm brutal geschlagen wurde, die Kinder leben dann zunächst bei verschiedenen Verwandten, schließlich holt der Vater sie zurück, weil er eine neue Frau gefunden hat, die wohl eine ehemalige Prostituierte ist. Der Vater arbeitet auf Baustellen außerhalb der Stadt und kommt nur am Wochenende in das schäbige Zimmer, das er für die Familie in einem einfachen Haus mit mehreren Einzimmerwohnungen gemietet hat. Die Frau verschwindet nach einiger Zeit wieder, weil sie das trostlose Leben nicht mehr aushalten kann. Da der Vater danach auch nicht mehr nach Hause kommt, sind die Kinder sich selbst überlassen, und Uumi versucht, für sich und ihren Bruder zu sorgen. Sie kann aber dem geistig und körperlich zurückgebliebenem Bruder nicht mehr helfen, nachdem er in eine Kinderbande geraten ist und zusammenbricht. Schließlich macht Uumi sich auf in ihre eigene unbekannte Zukunft.
Vögel ist, so heißt es in Begründung zur Preisverleihung "der ehrgeizige Versuch, ein ganzes Buch aus der Perspektive eines 10-12jährigen Mädchens namens Uumi zu schreiben. Und die Jury war tief beeindruckt, wie OH Jung-Hee dieses Unternehmen konsequent umgesetzt hat." ... Sie "hält mit Bravour die Perspektive von Uumi durch - ohne falsches Pathos, fast erbarmungslos, lernen wir die Welt durch die Augen "alleingelassener" Kinder zu sehen. Diese Erzählhaltung ermöglicht es Frau OH, ein Phänomen, das auch in Deutschland eher verschwiegen wird, ohne moralisierenden Zeigefinger, ohne heroisierenden Tenor darzustellen.
Mit einer nüchtern-präzisen Prosa, die nie spröde wirkt, lernen wir den Alltag in Korea kennen, und dennoch erleben wir ihn gleichzeitig teils durch die Fantasievorstellungen von Uumi, die die Welt noch nicht erkennen bzw. richtig interpretieren kann. Allein auf sich gestellt und ihren Bruder schützend muss sie sich dennoch durchschlagen. Immer verstehen die Leser mehr als sie, aber können ihr nicht helfen - so wie die Situation vieler Kinder ohnmächtig von der Gesellschaft toleriert wird. Erschütternd ist der Roman nicht, aber lange spukt sein Geist im Kopf des Lesers nach..." [ Begründung von: Dr. Jeremy Gaines (Vorsitzender der Jury) Zitiert nach der homepage der Initiative LiBeraturpreis]
2. Presseecho
Als die Meldung über die Preisverleihung Anfang Juli in Korea bekannt wurde, haben beinahe alle seriösen koreanischen Zeitungen darüber berichtet, denn es handelte sich ja um die erste Auszeichnung eines koreanischen literarischen Werkes in Deutschland.
Auch in der einen oder anderen deutschen Zeitung fand sich eine entsprechende Notiz, wie ich erfahren habe, Belege hatte man aber für mich nicht gesammelt. Nach dem Erscheinen der Übersetzung hatte es einige wenige Rezensionen gegeben, die von der "Initiative LiBeraturpreis" zum Teil in einer kleinen Pressemappe gesammelt worden waren, aber in keiner der großen deutschen Zeitungen oder Zeitschriften hatte man von diesem koreanischen Buch Notiz genommen.
In der Neuen Zürcher Zeitung vom 20. Sept. 2003 erschien ein interessanter, wenn auch nicht fehlerfreier, Artikel von Ludger Lütkehaus: "Dissonanzen im 'Land der Morgenstille'. Koreanische Gegenwartsliteratur in deutschen Editionen". Dort wir der Roman "Vögel" auch erwähnt.
Im Zusammenhang mit der Preisverleihung ist dann am 1. Oktober 2003 in der Frankfurter Rundschau auf S. 19 unter dem Titel "Das Eisbergprinzip" ein Interview mit Oh Jung-Hee erschienen, in dem die Autorin u.a. angibt, dass ihre bedrohte Kindheit im und nach dem Koreakrieg der entscheidende Anstoß für ihre schriftstellerische Arbeit geworden sei und dass sie aufgrund dieser Erfahrungen auch immer wieder aus der Perspektive von Kindern, insbesondere von Mädchen erzähle. Als "Eisbergprinzip" charakterisiert Oh Jung-Hee ihre besondere sprachliche Technik des konkreten und doch lyrischen Schreibens mit vielen Leerstellen.
3. Bericht über die Preisverleihung und die Autorenlesung
Die Preisverleihung fand wie, gesagt, am Sonntag um 16 Uhr in einem festlichen Rahmen in der Christus-Kirche am Beethovenplatz statt. Etwa 130 Gäste waren erschienen, darunter natürlich auch etliche Koreaner.
Die koreanischen Musikerinnen Chun, Hi-Jong (Klavier) und Ha, So-Hee (Sopran) bestritten das musikalische Rahmenprogramm mit Klaviermusik von J. S. Bach und zwei koreanischen Kunstliedern.
Die Eröffnungs- und Schlussrede hielt Ingeborg Kaestner, die als Initiatorin des Preises und als Vorsitzende der "Initiative LiBeraturpreis" auch die Preisverleihung vornahm.
Die Laudatio hielt Dr. Thomas Hocke von der Kulturabteilung des ZDF, der Frau Oh bei einem Koreabesuch kennen gelernt hatte. Er betonte die biografischen und sozialen Wurzeln ihres Werks und würdigte sie als Autorin, die nicht so tue, als ob sie Lösungen für Missstände oder die Überwindung von Einsamkeit und Angst anzubieten habe, sondern die - nach ihren eigenen Worten "an der Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt" stehend - versuche, dazu beizutragen, "dass wir wiedererlangen, was wir inzwischen vergessen haben".
In ihrer Dankrede würdigte Frau Oh die Verdienste der "Initiative" um die internationale Verständigung und die Verbreitung fremdländischer Literatur in Deutschland und bedankte sich bei ihren deutschen LeserInnen für ihre Bereitschaft, sich auf ein fremdkulturelles Werk einzulassen. Nach einigen wenigen Erläuterungen zu dem Roman "Vögel" und zu ihrem Selbstverständnis als Autorin schloss sie ihre kurze Ansprache so: "Einen Preis zu empfangen, das ist etwas Erfreuliches, wofür man dankbar sein muss, aber mit der Auszeichnung wächst auch die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Hoffnung. Wie meine schriftstellerische Arbeit, die im Zorn und Hass gegen die inneren und äußeren Verhältnisse ihren Ursprung hat, sich zum Mitleiden hin gewandelt hat, so hoffe ich, dass ich mich in meinen Werken in der Zukunft noch stärker einer tieferen Liebe zwischen den Menschen und dem Guten für alle Menschen widmen kann." (Laudatio und Dankrede können als pdf-file von der homepage der Initiative www.LiBeraturpreis.org runtergeladen werden.)
Zur Autorenlesung im Frankfurter Literaturhaus am Dienstagabend (7. Okt. 2003) waren etwa 130 Personen erschienen, darunter viele Koreaner. In Vertretung der Leiterin des Kulturhauses begrüßte Frau Ingeborg Kaestner die ZuhörerInnen.
Danach las Birgitta Assheuer den Anfang des Romans in deutscher Übersetzung vor, damit die Gäste einen ersten Eindruck von dem Werk bekommen konnten. Nach Erläuterungen des Moderators Dr. Jeremy Gaines zur Person der Autorin, zum Gesamtwerk und zum Roman "Vögel" las Oh Jung-Hee etwa 10 Minuten lang aus dem Original vor, etwa 30 Minuten dauerte dann die sehr schön vorgetragene deutsche Lesung wichtiger Textstellen
Die anschließenden Fragen an die Autorin kreisten zum einen ganz allgemein um ihr Selbstverständnis als Schriftstellerin, und zum anderen beschäftigten sie sich mit den Figuren im Roman "Vögel" und mit dem Realitätsgehalt ihres gesellschaftlichen Umfelds. Einige Fragen verstiegen sich so in realistische Details, dass Frau Oh daran erinnern musste, dass es sich um einen Roman handele.
4. Besuch auf der Frankfurter Buchmesse 2003
Die Preisträgerin des LiBeraturpreises wird für eine Woche nach Frankfurt eingeladen, damit sie auch die Frankfurter Buchmesse besuchen kann, sie soll dabei am Stand der "Initiative" erscheinen, um Signierwünschen und Gesprächswünschen nachzukommen, auch ein Besuch bei ihrem deutschen Verleger wird von ihr erwartet. Außerdem steht es ihr frei, nach eigenen Wünschen Kontakte zu suchen und an Veranstaltungen teilzunehmen. So hat Frau Oh in Begleitung ihrer beiden Übersetzerinnen am 8. und 9. Okt. viele Stunden auf der Messe verbracht und etliche Bücher signiert.
Trotz ihrer Sprachschwierigkeiten - Frau Oh kann kein Deutsch - hat sie teilgenommen an einer Panel-Diskussion zum Thema "Koreanische Literatur in deutscher Übersetzung". Bei der Diskussion ging es hauptsächlich um Überlegungen, wie man bei den deutschen Lesern ein größeres Interesse für die koreanische Literatur wecken könne, und was unternommen wurde bzw. was geplant wird, um die koreanische Literatur in Deutschland bekannter zu machen. Ein anderer wichtiger Punkt waren die Probleme bei den Übersetzungen, die sich daraus ergeben, dass im Team übersetzt wird, wobei meistens Koreaner literarische Werke aus ihrer Muttersprache ins Deutsche, also in eine Fremdsprache, übersetzen, während bei literarischen Übersetzungen aus einleuchtenden Gründen normalerweise in die Muttersprache übersetzt wird. Dass Koreaner ins Deutsche übersetzen, liegt natürlich daran, dass zu wenige Deutsche über ausreichende koreanische Sprachkenntnisse verfügen, dazu kommt leider noch, dass viele deutsche Teampartner der koreanischen ÜbersetzerInnen so gut wie keine Ahnung von der koreanischen Sprache oder gar von Korea haben. Daher gibt es unter den bisher erschienen Bänden leider zu viele, die Mängel im Deutschen aufweisen, oder andere, die sich viel zu weit vom Original entfernen, weil deutsche TeampartnerInnen keine Rücksicht auf das Original nehmen können. In letzter Zeit sind allerdings einige gute Übersetzungen erschienen, die Hoffnung auf Besserung der Lage machen.
Oh Jung-Hee und ihre Übersetzerinnen haben natürlich auch dem Stand Koreas in Halle 6 mehrere Besuche abgestattet. Als zukünftiges Gastland hatte Korea einen relativ großen Stand gemietet. Man präsentierte eine kleine Kunstausstellung mit modernen Werken zu buddhistischen Themen von Jaeyeun Park, traditionelle koreanische Keramik, sehr schöne Poster, Untermalung mit traditioneller koreanischer Musik, gemütliche Sitzecken und natürlich die deutschen Übersetzungen koreanischer Werke und viele koreanische Übersetzungen deutscher Werke. Zum Mitnehmen lagen Postkarten einiger Bilder aus der Ausstellung bereit und viele Exemplare von "Tatsachen über Korea" und "Hallo aus Korea".
Eindrucksvoll vertreten war Korea auch in Halle 3 in der Abteilung für Comics.
Welche Geschäfte die koreanischen Verleger während der Messe abgewickelt oder angebahnt haben, hat man bei unseren Besuchen nicht erfahren können. Mit dem Korea Literature Translation Institute und der Daesan-Stiftung, die ja die Übersetzung koreanischer Literatur fördern, haben einige große Verlage darüber gesprochen, dass sie im Hinblick auf die Gastlandrolle Koreas Anthologien koreanischer Literatur herausbringen wollen. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird.
Am Freitagnachmittag (10.10.2003) haben die Vertreter der Stiftungen und die Übersetzerinnen sowie der Pendragon Verlag im Pressezentrum der Messe an der kurzen Feier zur Unterzeichnung des Gastlandvertrages teilgenommen: Das Grußwort des Messedirektors Volker Neumann, die Ansprache des Stellvertretenden Direktors und Sprechers der Messe Holger Ehling, sowie die Reden des Präsidenten und Vizepräsidenten des Koreanischen Verlegerverbandes und des für das Verlagswesen zuständigen leitenden Beamten aus dem koreanischen Kulturministerium machten Hoffnung auf einen guten und interessanten Auftritt Koreas im Jahre 2005 und auf gute Zusammenarbeit mit der Messeleitung, die zu jeder erdenklichen Hilfe bereit ist. Korea plant offensichtlich einen großen Auftritt und eine groß angelegte Offensive zur Vorstellung des Landes und zur Anbahnung von weiterer kultureller Zusammenarbeit, zur Ausdehnung des Tourismus und zur Verbesserung wirtschaftlicher Beziehungen.
Peter Ripken, der das Internationale Zentrum auf der Messe leitet, ist auch der
Präsident der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika
e.V.
Reineckstr. 3, D - 60313 Frankfurt am Main, email:
litprom@book-fair.com,
http://www.litprom.de
Diese Gesellschaft, bzw. Herr Ripken, der schon mehrmals in Korea war und bei
der Vorbereitung des Gastlandauftrittes Koreas mitarbeitet, ist prinzipiell
bereit, Übersetzern bei der Verlegersuche zu helfen, sofern die Qualität der
übersetzung stimmt.
Übersetzung und Drucklegung fördern in Korea:
Korea Literature Translation Institute (LTI Korea)
www.korealit.net
Von der homepage gibt es auch eine englische Version. Besonders wichtig sind die
Virtuelle Bibliothek und die Listen aller übersetzungen, die bei Sammelbänden
auch jede Erzählung angeben. Für alle, die daran denken, koreanische Literatur
zu übersetzen, und für alle, die einfach wissen wollen, welche übersetzungen es
schon gibt, lohnt sich das Surfen auf diesen Seiten.
Daesan Foundation http://www.daesan.or.kr
Die Daesan-Stiftung wird von der kyobo-Versicherung getragen. Auch sie hat eine englische Version ihrer homepage mit Berichten über all ihre
Aktivitäten und mit Listen der übersetzten Werke.
Deutsche Verlage mit koreanischem Programm:
Pendragon Verlag, Stapenhorststr. 15, D - 33615 Bielefeld, www.pendragon.de
[Edition moderne koreanische Autoren]
edition peperkorn, Hauptstr. 45, D - 26427 Thunum / Ostfriesland, www.peperkorn.de [Korea]
secolo Verlag, in der sec Kommunikation und Gestaltung GmbH, Rolandsmauer 13/14, D - 49076 Osnabrück. www.secolo-verlag.de [Asien - Kultur und Politik]
EOS VERLAG Erzabtei St. Ottilien, D - 86941 St. Ottilien, www.eos-verlag.de
[Korea erzählt - Edition Bonner Übersetzungen]
Ein Internetshop für koreanische Bücher u.a. in Deutsch und Englisch: Korean Book Services - Versandbuchhandlung, Inh. Helmut Hetzer, Prinzenweg 18, D - 93047 Regensburg, http://www.koreanbook.de/BookServices/ [Nicht mehr aktuell!]
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