Geschrieben steht: >Im Anfang war das Wort!<
Hier stock' ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh' ich Rat
Und schreib getrost: Im Anfang war die Tat!
O glücklich, wer noch hoffen kann
Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
Und was man weiß, kann man nicht brauchen.
Alles, was entsteht,
Ist wert, dass es zugrunde geht ...
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehn Jahr'
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum -
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh' ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Mr. Mephisto, wir sollten uns mal kennenlernen.
Du kannst mich Faust nennen.
Und ich sehne mich nach Mädchen.
Mr. Mephisto, besorg mir mal das Gretchen
DIE PRINZEN: SAH EIN KNAB EIN RÖSLEIN STEHN
Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Knabe sprach: "Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!"
Röslein sprach: "Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden."
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
BLIXA BARGELD & EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN:
EIN GLEICHES
über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.
Meine Ruh ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.
Wo ich ihn nicht hab,
Ist mir das Grab,
Die ganze Welt
Ist mir vergällt.
Mein armer Kopf
Ist mir verrückt.
Mein armer Sinn
Ist mir zerstückt.
Mein Schoß, Gott! drängt
Sich nach ihm hin.
Ach dürft ich fassen
Und halten ihn ...
Walpurgisnacht
MUSIK ERKLINGT - z.B. SPICE GIRLS
Daegu hält den Weltrekord
Hier lassen sich jedes Jahr 2800 Mütter ihre ungeborenen Kinder aus dem Leib
schneiden, weil sie Söhne wollen.
In Daegu kamen in den vergangenen zehn Jahren
für je 100 Mädchen 127 Jungen auf die Welt.
Reiner Luyken, Die Zeit, 10.12.1998
THE SYNDICATE FEATURING I.N.A.: UM MITTERNACHT
Um Mitternacht
Um Mitternacht ging ich, nicht eben gerne,
Klein kleines Mädchen, jenen Kirchhof hin
Zu Vaters Haus, des Pfarrers; Stern am Sterne,
Sie leuchteten doch alle gar zu schön;
Um Mitternacht.
Wenn ich dann ferner in des Lebens Weite
Zum Liebsten musste, musste, weil er zog,
Gestirn und Nordschein über mir im Streite,
Ich gehend, kommend Seligkeiten sog;
Um Mitternacht.
Bis dann zuletzt des vollen Mondes Helle
So klar und deutlich mir ins Finstere drang,
Auch der Gedanke willig, sinnig, schnelle
Sich ums Vergangne wie ums Künftige schlang;
Um Mitternacht.
Um Mitternacht - bist du auf dich allein gestellt.
Um Mitternacht - zeigen Sterne dir den Weg zur Welt.
Um Mitternacht - die Finsternis, sie schließt dich ein.
Um Mitternacht - pass auf, lass sie nicht in dein Herz hinein!
Um Mitternacht - zieht dein Leben an dir vorbei.
Um Mitternacht - denk daran, warst du schon jemals frei?
Um Mitternacht - eine Macht, sie wird dich leiten.
Um Mitternacht - dich auf deinem Weg begleiten.
Um Mitternacht!!!
1. Akt 2. Akt 3. Akt 4. Akt 5. Akt Musik-Texte
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