Seit dem Altertum üben die Germanen samt Angelsachsen am meisten Einfluss auf den Westen aus. Deutschland, das im 20. Jahrhundert zwei mal Weltkriege ausbrechen ließ, war für seine Nachbarstaaten der furchterregendste Feind. Wenn man sich an Deutschland erinnert, ist man ein bisschen voreingenommen. Aber Deutsche sind sehr gründlich in der Arbeit und elastisch in der freien Zeit und mit den Freunden.
Ich denke, dass Deutschland nicht weit von uns entfernt ist, weil Deutschland bis 1990 wie Korea eine Teilung hatte. Und die Philosophie, die Musik, die Literatur Deutschlands sind schon bekannt in Korea. Besonders benötigt Korea zur Zeit die Pädagogik, die Medizin und Geschäfte von Deutschland. Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir die Mentalität der Deutschen kennen.
Erstens folgen Deutsche der gründlichen Vollkommenheit und dem Prinzip. Zum Beispiel gibt es kaum tote Zeichen im Deutschen. Das Alphabet wird deutlich ausgesprochen. Die Deutschen nehmen im Vergleich zu den Franzosen die Elastizität nicht wichtig. Deutsche, die wegen ihrer Straffheit berühmt sind, mögen keine "Glückstreffer" und keine "Vergeudung". Ich kann die Genauigkeit der Deutschen an Immanuel Kant bemerken, der wegen seines Zeitempfindens berühmt war. Deutsche sind in ihrem Fach korrekte Menschen. Zum Beispiel gibt es auf Deutsch den Ausdruck "Gut, genug". Deutsche gebrauchen den Ausdruck nur, wenn sie etwas fast vollendet tun. Also sind die Erzeugnisse aus Deutschland anerkannt als Weltformat; besonders die Autos und die Uhren. Deswegen müssen wir uns sehr gründlich vorbereiten, wenn wir Deutschen begegnen.
Zweitens halten Deutsche Ordnung für wichtig. Wenn es kein Problem gibt, drückt der Deutsche das mit "Alles ist in Ordnung" aus. Die Ordnung umfasst Sauberkeit, Vollkommenheit, Genauigkeit, Wirkungsgrad, haargenaues System und Berechnung und Vorbereitung. Diesen Nationalcharakter kann man darauf beziehen, dass die mechanischen Erzeugnisse aus Deutschland die Besten in der Welt sind. Deutsche wollen keinen anderen neuen Arbeitsplatz suchen, weil sie das für die Zerstörung der Ordnung halten. Deutsche ertragen keinen Verstoß gegen die Verkehrsregeln und keine unreinen Strassen; also hat Deutschland ein hohes Niveau an Anzeigen. Weil der Deutsche freiwillig Ordnung hält, gibt es relativ wenig Verkehrsunfälle auf der Autobahn, auf der unbegrenzte Geschwindigkeiten erlaubt sind. Diese Ordnungsliebe entwickelte sich aus einer Unruhe in der Geschichte. Wir müssen die Geschichte und die Landschaft von Deutschland verstehen, um ihre Unruhe zu verstehen.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Deutschland in viele Feudalstaaten geteilt. Die Vereinigung konnte sich nicht erfüllen, weil die Großmächte sie damals verhinderten; besonders Frankreich, Russland und Österreich. Erst im Jahr 1871 erfüllte sich die Vereinigung, aber der Deutsche fühlte immer die Unruhe der starken Staaten wegen seiner Lage. Deswegen ist der Kernpunkt des Schlieffen-Plans (ein Operationsplan der deutschen Stabsstelle im ersten Weltkrieg) und des Blitzkriegs (ein Operationsplan der Naziarmee im zweiten Weltkrieg) die deutsche Furcht vor Feindesländern auf beide Seiten. Danach gab es zwei Weltkriege, durch die tausende von Leuten starben und durch die das Land zerstört und geteilt wurde. Inzwischen hatten die Deutschen Furcht davor, dass Ruhe und Frieden von Deutschland abbrechen.
Solche Unruhe in Deutschland brachte die gründliche Organisation, Versuche, Bestätigungen, Entwürfe und Versicherungen hervor. Im Gegensatz zu Franzosen und Holländern, die eine starke Individualität und die Willkür haben, gehorchen Deutsche nur gut nach Recht und Ordnung, sondern auch ihrem Vorgesetzten. Aus diesem Grund konnten der Eiserne Kanzler, Bismarck und Wilhelm I. eintreten. Auch jetzt gibt es wenig die Kritiken der Massenmedien gegen die Regierung oder Streiks der Gewerkschaften in Deutschland als in anderen Ländern. Aus diesem Grunde brachte Deutschland einen Wirtschaftsaufschwung zustande, der "das Wunder vom Rhein" heißt, obwohl Deutschland nach dem Krieg ruiniert war, finde ich. Deutsche sind sehr pflichteifrig nicht nur bei ihren Aufgaben, sondern auch in ihrer Geschichte. Wir können das an den Haltungen der deutschen Völkern zu den Naziverbrechen erfahren. Zum Beispiel glaubte der ehemalige Bundeskanzler in West-Deutschland Willi Brandt, dass die deutsche Vereinigung aus der Verzeihung der europäischen Staaten entspringt. Im Jahr 1970 besuchte er Polen, kniete vor den Grabstätten der gefallenen Menschen im Ghetto und bat dort um Verzeihung. Danach besuchten die Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland wie Roman Herzog, Johannes Rau usw. Polen und Israel, und baten höflich um Verzeihung. Und Deutschland schloss die internationale Abmachungen mit den U.S.A., Israel, Polen, Russland usw. ab, um die Geschädigten für die Naziverbrechen zu entschädigen. Das war ein Ausdruck des deutschen Willens zu Abbitte und der Entschädigung. Tatsächlich entschädigten die Bundesregierung die Juden und Polen mit 10 Milliarden DM. Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Japan. Im Gegensatz zu Deutschland will Japan Koreaner gesetzlich und systematisch für die Verbrechen im zweite Weltkrieg nicht entschädigen.
Normalerweise ist der Deutsche barsch, und macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Wenn man zum ersten Mal einem Deutschen begegnet, fühlt man sich unangenehm. Aber wenn Deutsche doch jemanden fähig und aufrichtig findet, will er ihn für einen gut befreundeten Freund halten. In der Regel ist der Deutsche kalt, aber ganz vernünftig, und Veränderungen seines Gefühls sind selten. Wenn wir seinen Charakter richtig verstehen, können wir mit ihm ein gutes Verhältnis eingehen. Und wir sollen uns an dem Deutschen, der seinen Fehler ohne Ausflüchte verantwortet, als Vorbild nehmen.
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