Michael Menke

Editorial


Liebe Leserinnen und Leser,

seit fünf Jahren existiert nun die Lektoren-Vereinigung Korea, die ab der Nummer zwei diesen Rundbrief herausgegeben hat. Damit ist dieses der 10. Rundbrief der LVK. Zwei Zahlen, auf die wir ein bisschen stolz sind.

Die LVK hat in den vergangenen Jahren einiges Positive bewirkt: Eine bessere Zusammenarbeit mit den Verbänden und Institutionen in Korea und im Ausland, Kontakte zu Botschaften und Behörden, und natürlich bessere Kommunikation und Information der Lektoren untereinander.

Einerseits sind wir stolz darauf, andererseits hat diese Arbeit einen kleinen Schönheitsfehler. Es mangelt, wie fast immer, oder immer mehr, an Leuten, die sich aktiv an unserer Arbeit beteiligen, sei es im Vorstand, für den Rundbrief oder bei anderen Aktivitäten der LVK. Unsere "alten" Aktiven werden langsam älter, bei manchen lässt sich eine gewisse Amtsmüdigkeit verspüren, und so würden wir uns freuen, wenn sich noch der eine oder die andere finden würde, die etwas zur positiven Tätigkeit der LVK beiträgt.

Die Universitätsreform in Korea "hakbuchae" lässt uns auch in dieser Ausgabe nicht los. Die Nachrichten von vielen koreanischen Universitäten über drastisch sinkende Studentenzahlen und die Gefahr des Abbaus der Germanistikabteilungen zeigen, dass etwas unternommen werden muss. Das kann eine Veränderung von Unterrichtsinhalten sein, aber auch eine Veränderung der Gesamtstruktur der Germanistik in Korea. Beiden Fällen tragen wir in diesem Heft Rechnung. Einen Schwerpunkt dieser Ausgabe bilden Vorschläge und Erfahrungsberichte zum Landeskunde-Unterricht, der sicherlich immer mehr an Bedeutung für eine reformierte Germanistik gewinnt. Der andere wichtige Teil dieses Heftes beschäftigt sich mit der Reform des Curriculums. Zu diesem Punkt möchte ich schon an dieser Stelle auf das Seminar "Curriculum 2000" hinweisen, das am 15. und 16. September stattfinden wird, veranstaltet von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (KGG), der Koreanischen Gesellschaft für Deutsch als Fremdsprache (KGDaF), der Lektoren-Vereinigung Korea, und mit Unterstützung des DAAD und des Goethe-Instituts.

Wie immer finden Sie auch andere nützliche Informationen in dieser Ausgabe: Wir haben die wesentlichen Institutionen und Verbände, die für Deutsch-Lektoren und -Lehrer in Korea relevant sind, zusammengestellt und in kleinen Blöcken über dieses Heft verteilt. Anders als in dem üblichen "Telefonverzeichnis" am Ende der Ausgabe, sind hier auch Anschrift und weitere Daten angegeben.

Da diese Ausgabe kurz vor den Sommerferien in Korea herauskommt, wünschen wir jetzt schon allen Kolleginnen und Kollegen einen angenehmen Urlaub.

Für die Redaktion

Michael Menke


DaF-Szene Korea Nr. 11

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