Zunächst möchte ich an dieser Stelle auf einige informative Artikel zu demselben Thema hinweisen, die in früheren Ausgaben unseres Lektoren-Rundbriefes erschienen sind (RB 3: Adelhoefer, Bucher, RB 4: Mandelartz, etc.). Vieles davon ist auch ein Jahr später noch aktuell, manches hat sich technisch oder inhaltlich überholt.
Wozu Internet? Das Internet bietet im Grunde nichts neues. Alles, was es im Internet gibt, gibt es an anderer Stelle besser, schöner und umfangreicher. Das Lexikon, das man im Internet lesen kann, steht dicker und ausführlicher in der Bibliothek. Die Zeitung, die man am Kiosk kauft, hat mehr Artikel und Fotos. Die "Tagesschau" ist auf dem richtigen Fernsehbildschirm ausführlicher als ihr Clip-Abklatsch auf dem Computer-Monitor. Der riesige Vorteil des Internets ist aber der, daß man sich einfach an den Computer (so man einen hat) setzten kann, die Netzverbindung aufnimmt, und irgendwo in Ost-Asien einen Teil der Bild-Zeitung oder die letzten Bundesliga-Ereignisse mitbekommt, Hintergründe über das Leben von Franz Liszt erfahren oder gar die Homepage der Lektoren-Vereinigung lesen kann.
Wie geht das? Voraussetzung für die Arbeit im Internet ist ein Computer (ab 486er), ein Fax-Modem (heutzutage sollte es mindesten eines mit 28,800 bps sein, besser höher, um für die nächsten Jahre hinreichend ausgerüstet zu sein), die Oberfläche Windows (ab 3.1, besser aber 95) oder das entsprechende Mac-Programm), ein Telefonanschluß, ein Netzanschluß (eine sogenannte LAN-Verbindung über die Uni, oder privat, in Korea ab 14.000 Won im Monat mit unbegrenzter Nutzung) und die Software Netscape oder Internet-Explorer (wird kostenlos von den Netzanbietern geliefert)
Was gibt es im Internet? Eigentlich alles, aber von allem nur ein bißchen: Autowerbung, Bank, chinesische Zeitung, Deutsche Welle, Englisch-Unterricht, Fahrrad-Verein, Goethe-Institut, Hammer, Interview, Japanische Zeitung auf Deutsch, Kohl (Helmut, Dr.), Liste der E-Mail-Nummern der Deutsch-Lektoren in Japan, Michael Menke, nordkoreanische Propaganda, Oder-Hochwasser, Papst, Quallen (beim 1. Tauchclub Freiburg e.V.), Rotkäppchen (das Märchen und der Sekt), Sex, die Toten Hosen, unglaublich viel dummes Zeug, Volkslieder (deutsche), Wasserstandsbericht der Elbe bei Torgau, Xenophobie, Yahoo (ein Suchsystem) und zypriotische Hotels (auf Deutsch).
Das Internet hat sich im Laufe seiner Existenz zu einer unübersehbaren Masse an Information aufgebläht, die von einem einzelnen nicht mehr zu Überblicken ist. Es gleicht einer riesigen Bibliothek, die alle Themen und Fachgebiete umfaßt, in der aber die Regale verstreut irgendwo herumstehen und die Karteikarten des Katalogs irgendwann einmal von einem Pokerspieler gemischt worden sind.
Der Inhalt des Internet ist so umfassend, daß man Suchsysteme benötigt, um irgend etwas zu finden. Auch diese Suchsysteme, die man zuerst anwählt, um dann das gesuchte Stichwort einzugeben, werden immer zahlreicher. Einige wichtige (deutschsprachige) sind:
aladin, altavista, crawler, dino-online, eule, kolibri, leo, lycos, nathan, netguide, web, yahoo, suchen.
Die Adresse des Suchsystems muß man in ein Fenster
schreiben, das sich in der Internet-Software (z.B. Netscape) befindet, und zwar
angefangen mit den Internet-Kürzeln "http://www." An das Ende
hängt man dann noch das Länderkürzel, "de" für Deutschland,
"at" für Österreich oder "kr" für Korea.
Will man also mit dem System "yahoo" in Deutschland etwas suchen, gibt
man ein: "http://www.yahoo.de"
(die Punkte nicht vergessen). Diese Suchsysteme gibt es auch für andere
Länder, also mit einem anderen Anhängsel. Eine weltweite Recherche kann man
z.B. damit einleiten, daß man statt des Länderkürzels ein "com"
eingibt (also ...yahoo.com). Bei einigen Suchsystemen kann auch schrittweise
vorgegangen werden, vom Allgemeinen ins Besondere. Sucht man mit
"yahoo" das U-Bahn-Netz von Berlin, geht man zuerst auf die
yahoo.com-Seite, dann auf Länder (Deutschland), danach Städte (Berlin), danach
die Spalte "Verkehr", und irgendwann weiß man, wann der letzte Zug
von Krumme Lanke abfährt. Manchmal genügt es schon, den Namen einer Stadt,
Universität oder Institution samt der Kürzel einzugeben, und man kommt zum
Ziel. Zwei Beispiele:
Den DAAD findet man unter "http://www.daad.de",
die Universität Erlangen unter "http://www.uni-erlangen.de
Wichtig sind Listen-Seiten, auf denen man viele Verbindungen ("links") zu anderen Internet-Adressen findet (z.B. die "links" auf der Homepage der LVK). Manchmal sind diese "links" jedoch schlecht gewartet, so daß man auf Adressen stößt, die längst nicht mehr vorhanden sind oder umgeändert wurden. überhaupt kann die Suche nach einem bestimmten Thema länger dauern, als man geplant hatte. Oft verführen andere "Web-Seiten", auf die man per Zufall stößt, zum längeren Studieren anderer Themen (da sind wir wieder in der Bibliothek, in der man nach einem Grammatik-Fachbuch suchen wollte und bei einem Band über die Geschichte Paraguays hängenbleibt).
Im Anschluß habe ich eine Anzahl von Internet-Adressen aufgelistet, die ich oft verwende und auf meinem Computer gesammelt habe. Es bleibt für jeden Lektor die Frage, ob solche Informationen und Adressen nur persönlich interessant sind oder auch im Unterricht verwendet werden können. Das hängt natürlich von der technischen Ausstattung der Uni ab. Ideal wäre ein Unterrichtsraum, ähnlich einem Sprachlabor, ausgestattet mit Computern für alle anwesenden Studenten, oder die Möglichkeit, einen Computer an einen Großmonitor anzuschließen.
Hilfestellungen, Material und Übungen für den Unterricht sind zu finden (siehe Goethe-Institut oder Fachseiten für DaF). Ich selbst nutze Materialien aus dem Internet besonders für die Landeskunde. Hier gibt "ein weites Feld" an Dingen, mit denen man die Unterrichtsstunden interessanter gestalten kann, vom Radioprogramm bis zum Angebot deutscher Autohersteller. Die Internet-Adressen müssen nicht immer neu eingegeben werden, man kann sie speichern. Bei "Netscape" heißt dieser Speicher "bookmark", bei Microsoft "favorites". Dort klickt man die Adressen nur an, und nach mehr oder weniger kurzer Zeit kommen sie (je nachdem, wie stark frequentiert das Netz gerade ist) auf den Monitor.
GERMANISTIK / DaF
http://www.lvk-info.org
(die Homepage der Lektoren-Vereinigung Korea. Hier findet man nicht nur
Informationen über die
LVK, sondern Verbindungen zu anderen wichtigen DaF-relevanten Info-Seiten, etwa dem
Goethe-Institut, zu den Lektoren in Japan u.a.)
"http://www.phil.uni-erlangen.de/~p2gerlw/ressourc/liste.html" [Anm. Webmaster: Link nicht
mehr aktuell!!]
(eine Liste für Germanistik im Internet der Universität Erlangen)
"http://www.deutsch-in-Japan.de"
(Landeskundeseite der Deutschlektoren in Japan
"http://129.11.193.35/jumppage.htm" [Anm. Webmaster: Link nicht
mehr aktuell!!]
("Sprungbrett ins Internet" der Germanistik-Abteilung der Universität
Leeds/England; viele
Verbindungen zu deutschen Medien und Institutionen, literarische und juristische Texte,
Gedichte, ganze Bücher und vieles andere)
DEUTSCHSPRACHIGE ZEITUNGEN / ZEITSCHRIFTEN
"http://www.welt.de/" (Die Welt)
"http://www.sueddeutsche.de/" (Die Süddeutsche)
"http://www.spiegel.de/" (Der Spiegel)
"http://www.taz.de/~taz/" (Die Tageszeitung/taz)
"http://www.bild.de/" (Bild-Zeitung)
"http://www.tip-berlin.de" (Berliner Stadtmagazin "Tip")
AUSLÄNDISCHE / ENGLISCHSPRACHIGE ZEITUNGEN
"http://www.koreaherald.co.kr/" (Korea Herald)
"http://www.chosun.com/" (Chosun-Ilbo, mit englischsprachiger Ausgabe)
RADIO IM INTERNET
Man kann rund um die Uhr Radio hören, wie mit einem normalen Rundfunkempfänger. Die Qualität ist nicht unbedingt die beste, aber immer noch besser als beim Kurzwellenempfang. Dafür ist Hilfs-Software nötig, die kostenlos im Internet zu bekommen ist, sowie ein Modul im Computer, der "Soundblaster" samt Lautsprechern oder Kopfhörer.
"http://www.dwelle.de/today/nrdeu.htm" [Anm. Webmaster: Link nicht
mehr aktuell!!]
(Deutsche Welle Radio-Nachrichten, die man beim Radiohören mitlesen kann)
"http://br-online.de/" (Bayerischer Rundfunk)
(Verzeichnis mit "links" zu Radiostationen im Internet, weltweit)
TV IM INTERNET
TV ist stark übertrieben; es gibt zu bestimmten Themen oder Schlagzeilen aus den Fernsehnachrichten Videoclips mit der Länge von einer bis vier Minuten. Auch dazu lädt man die Software kostenlos aus dem Internet. Die Tagesschau und der Bayerische Rundfunk haben aber ein Video-Archiv, so daß man gezielt kleine Videos zu bestimmten Themen aussuchen (und vorführen) kann. Die Bildqualität ist mäßig bis miserabel, der Ton entspricht dem Radio im Internet. Ich habe einmal solche Nachrichten-Clips den Studenten auf einem großen Monitor vorgeführt, wobei sich die Begeisterung in Grenzen hielt.
"http://www.tagesschau.de/" (Tagesschau der ARD)
"http://www.zdf.de/"
(ZDF.online - Homepage, "Fernsehen" soll bald wie bei der Tagesschau
funktionieren)
"http://br-online.de/"
(Bayerischer Rundfunk, TV)
Der BR versucht, mit einem neuen System, einen größeren Bildausschnitt zu
erreichen und die
gesamte Nachrichtensendung zu übertragen (ca.25 Minuten). Das
funktioniert aber nur bei optimal ausgestatteten Computern.
"http://www.fernsehen.ch/"
(Liste mit "links" zu vielen Fernsehsendern in den deutschsprachigen
und anderen Ländern. Hier gibt es auch eine Adresse, mittels der man Standfotos
von vielen Orten in der Welt sehen kann.
"http://www.tvmovie.de/" (TV Programm/Info)
DIES UND DAS
"http://ingeb.org/Volksong.html" (4000 deutsche Volkslieder mit Texten, Noten und Musik)
"http://www.paris.org/Musees/Louvre/"
(Paris, Louvre-Museum, die Mona Lisa zum Anschauen, Ausdrucken, Herunterladen
und vieles mehr)
"http://www.dsseoul.org/jsindex.htm" (Deutsche Schule Seoul, mit weiteren "links" in Korea)
"http://www.abiw.de"
(deutschsprachige Bewerbungen und Stellenanzeigen, teilweise mit Fotos und Hör-Dateien)
"http://www.statravel.de"
(eines von tausend Reisebüros im Internet; hier kann man mit den Studenten
üben, Fahr- und
Flugpläne zu lesen und anzufertigen)
"http://berlinonline.de" (Berlin-Informationen)
Dieses ist nur eine sehr subjektive Auswahl. Sollten Sie weitere interessante Internet-Adressen kennen, teilen Sie es mir bitte mit. Diese sollen dann regelmäßig in der "DaF-Szene Korea" veröffentlicht werden: mmenke@hotmail.com
Michael Menke, Inchon-Universität, Korea
Copyright © 1997 by Michael Menke